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Neu aufgelegt kommt der Bausatz des GTK Boxer von Revell daher. Der Rüststand ist jedoch in der Realität veraltet. Y-Modelle liefert nun einen aktuellen Rüststand für dieses Modell als Umbausatz. Grund genug sich diesen mal näher zu betrachten.

Das Original

Das Gepanzerte Transport-Kraftfahrzeug (GTK) Boxer wird von von Artec, einem Gemeinschaftsunternehmen von Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann – jetzt KNDS, hergestellt. Leitstandorte der Boxer-Produktion sind das Rheinmetallwerk in Kassel sowie des Münchner Werk der Firma KNDS. Darüber hinaus sind für internationale Kunden Produktionsstätten in den Niederlanden, Australien und gegebenenfalls dem Vereinigten Königreich eingerichtet bzw. angekündigt.

Der achträdrige Radpanzer besteht aus einem Fahrmodul und einem austauschbaren aufgesetzten Missionsmodul.Der Boxer kann somit für unterschiedliche Aufgaben wie Transport-, Sanitäts-, Artillerie- oder Schützenpanzer ausgerüstet werden. Seit 2011 ist er bei der Bundeswehr maßgeblich bei der Infantrie und seit 2013 beim niederländischen Heer im Einsatz. Eine Nutzung in Australien und ggf. England ist eingerichtet bzw. angekündigt.

Die Panzerung des GTK Boxer besteht aus der Grundpanzerung (Panzerstahl) und der von IBD Deisenroth Engineering entwickelten Verbundpanzerung AMAP (Advanced Modular Armour Protection), die schockgedämpft (mit Shock-mounts genannten Gummielementen) auf der Grundpanzerung befestigt wird. Während die Ausbaustufe A1 vorwiegend die Panzerung verbesserte, wird in der Version A2 neben der Panzerung auch der passive Schutz durch eine verbesserte Feuerlöschanlage gesteigert. Fahrzeuge der Niederlande verfügen ab der Ausführung A2 über Gewichtsoptimierungen im Bereich des ballistischen Schutzes, wodurch die Gesamtmasse reduziert wird.

Der Boxer in der Ausführung Gruppentransportfahrzeug kann maximal zehn Personen transportieren. Seine Bewaffnung besteht aus einer Granatmaschinenwaffe mit einem Kaliber von 40 Millimetern oder einem schweren Maschinengewehr mit einem Kaliber von 12,7 Millimetern. Der GTK Boxer ist mit Abstand das größte und schwerste Fahrzeug seiner Klasse. Ein Lufttransport in einer C-130 Hercules ist daher nicht möglich. Für das Fahrzeug wird mindestens ein Airbus A400M zum strategischen Lufttransport benötigt, in dem die Missionsmodule getrennt vom Fahrmodul transportiert werden.

Folgende Ausführungen sind realisiert:
GTK Boxer, Gruppentransportfahrzeug: Basisausführung mit neun Sitzplätzen im Missionsmodul und Fernbedienbarer Leichter Waffenstation FLW 200

GTK Boxer A1, Gruppentransportfahrzeug: wie Basisausführung, mit um 30 Zentimeter erhöhter Montage der Fernbedienbaren Leichten Waffenstation FLW (Fernbedienbare Leichte Waffenstation) 200 und Schutzausstattung CG-12

GTK Boxer A2, Gruppentransportfahrzeug: wie A1, aber mit geänderter Abgas- und Kühlluftführung sowie mit neuem Fahrersichtsystem

GTK Boxer A1, Führungsfahrzeuge: Basisausführung mit umfangreicher Führungs- und Funkausstattung, mit Fernbedienbarer Leichter Waffenstation FLW 200

GTK Boxer A1, Führungsfahrzeuge: wie Basisausführung mit um 30 Zentimeter erhöhter Montage der Fernbedienbaren Leichten Waffenstation FLW 200 und Schutzausstattung CG-12

GTK A1, Führungsfahrzeuge: wie A1, aber mit geänderter Abgas- und Kühlluftführung sowie mit neuem Fahrersichtsystem

GTK Boxer, schweres geschütztes Sanitätskraftfahrzeug: Basisversion, für den Transport von sieben sitzenden Verwundeten oder drei liegenden Verwundeten

GTK Boxer A1, schweres geschütztes Sanitätskraftfahrzeug: wie Basisversion, mit verbessertem Schutz, modifizierter Elektrik und Wärmebildgerät für Kommandantin oder Kommandant

GTK Boxer A2, schweres geschütztes Sanitätskraftfahrzeug: wie A1, aber mit geänderter Abgas- und Kühlluftführung sowie mit neuem Fahrersichtsystem

GTK Boxer, Fahrschulfahrzeug

Der Bausatz in der Übersicht

Wie von Y-Modelle gewohnt werden die hier dunkelgrauen Resin-Bauteile in einem stabilen grauem Pappkarton mit Deckelbild geliefert. Darin befinden sich unter der Artikelnummer Y35.185 die Bauteile für den Umbau zur GTK Boxer Variante A1 FüFu sowie die farbige Anleitung.

Diesen Umbausatz gibt es von Y-Modelle in drei Varianten:

  • Y-35.185.A Umbausatz_ GTK BOXER A1 – Fü/Fü ohne FLW
  • Y-35.185.B Umbausatz_ GTK BOXER A1 – Fü/Fü mit FLW 12.7
  • Y-35.185.C Umbausatz_ GTK BOXER A1 – Fü/Fü mit FLW GMW20

Bei den Umbausätzen mit FLW liegt die jeweilige FLW bei, die wir bereits HIER vorgestellt haben. Somit betrachten wir hier die Variante A ohne FLW.

Als Basisbausatz ist der GTK Boxer von Revell (03093 oder 03343) erforderlich.

Die Bauanleitung

Die farbige Anleitung beginnt mit den allgemeinen Hinweisen zum Umgang mit den Bauteilen sowie der ausführlichen Darstellung aller Bauteile. Auf insgesamt 8 Seiten führen farbige 3D-Zeichungen und Bauhinweise verständlich durch den Bau.

Die Bauteile

Jetzt geht es an die Details. Grundsätzlich ist der Guss der Bauteile wie von Y-Modelle eigentlich nicht anders gewohnt als gut zu bezeichnen. Leider zeigte sich dennoch bei meinem Musterexemplar der ein oder andere unschöne Gussfehler.
Insgesamt 23 Bauteile aus dunkelgrauem Resin beinhaltet dieses Set. Die Bauteile kommen überwiegend auf Sockeln daher und überzeugen mit feinen Details.

Die größten Bauteile bilden ein neues Top-Deck sowie eine neue Heckpartie. Diese wurden an die Besonderheiten der Führung/Funk-Variante angepasst. Leider zeigen sich gerade hier die bereits oben erwähnten unschönen Gussfehler. Zu erwähnen ist, das die Luken für die Besatzung im Missionsmodul geöffnet dargestellt werden können. Vom Guss verschlossen, müssen diese allerdings am Bauteil noch geöffnet werden. Hierzu bedarf es leider nicht nur eines Skalpells sondern aufgrund der Dicke die Nutzung eines Fräsers. Die Details und Darstellung ist allerdings prima.

Die mitgelieferten Luken überzeugen in der äußeren und vor allem in der Darstellung von Innen. Damit können Sie auch sehr schön geöffnet dargestellt werden.

Die markante Staukiste – für das Gefechtsfeld-Zelt – ist ebenfalls berücksichtigt und besteht aus drei Bauteilen. Guss und Details sind gut.

Weiter geht es mit den geänderten Staukisten an der Seite des Missionsmoduls. Antirutschbeschichtung und vor allem die Stabilisierungprägungen sind gut gelungen. Passt!

Die weiteren Bauteile der Fü/FU-Ausstattung sind ebenfalls gelungen. Dazu zählen z.B. Die SATCOM-Antenne nebst Sockel, die Comrod-Antennensockel, Kabeltrommel nebst Halteungen sowie Abschleppstange und FLW-Halterung.

Referenzen

Referenzen finden sich im Internet auf den einschlägigen Seiten zu Hauf. Als Literatur sei der Band 5039 „Boxer – Das Gepanzerte Transport-Kraftfahrzeug (GTK) in der Bundeswehr“ aus dem Tankograd Publishing Verlag empfohlen.

Zusammenfassung

Die überschaubaren 23 Bauteile lassen für einen Umbau in den Rüststand eines GTK Boxer Fü/Fu A1 nichts vermissen. Sie sind fein detailliert. Auch der Anfänger sollte mit den Bauteilen und der bebilderten Anleitung zurechtkommen. Leider zeigten sich bei meinem Muster unschöne Gussfehler.

Fazit

Der Umbausatz GTK BOXER A1 – Fü/Fü ohne FLW von Y-Modelle zeigt durchweg schöne Details, guten Guss und überzeugt. Wer seine Sammlung von BW-Fahrzeugen mit einem weiteren besonderen Modell erweitern möchte ist hier genau richtig. Top !

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Produktinformation

Artikelbezeichnung : Umbausatz GTK BOXER A1 – Fü/Fü ohne FLW
Art. Nr. : Y35.185.A
Preis : ca. 32,50 EUR

Artikelbezeichnung : Umbausatz GTK BOXER A1 – Fü/Fü mit FLW 12.7
Art. Nr. : Y35.185.B
Preis : ca. 42,50 EUR

Artikelbezeichnung : Umbausatz GTK BOXER A1 – Fü/Fü mit FLW GMW20
Art. Nr. : Y35.185.C
Preis : ca. 42,50 EUR

Maßstab: 1:35
Bausatztyp: Umbausatz
Basisbausatz: Revell: GTK Boxer (03093 oder 03343)
Material: Resin
Hersteller: Y-Modelle – https://www.y-modelle.de

Basisbausatz

An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an Y-Modelle für die freundliche Bereitstellung des Besprechungsmusters.

Y-Modelle: Umbausatz GTK BOXER A1 – Fü/Fü ohne/mit FLW
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